Tragetücher richtig pflegen

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Baumwolle:

  •  Flüssigwaschmittel nutzen das
  • keine optischen Aufheller enthältkeine Enzyme enthält

(hier eine Liste mit Waschmitteln, die diese Voraussetzungen erfüllen: Geeignete Waschmittel). Das Woll- und Feinwaschmittel der Eigenmarke von dm (Denk Mit) ist auch enzymfrei und ohne optische Aufheller

  • Baumwolle darf bis 60 Grad Celsius gewaschen werden.
  • Man sollte nie mit zu hoher Umdrehungszahl schleudern. Maximal 800 Umdrehungen. Bei Indios eher weniger.
  • Tragetücher aus reiner Baumwolle dürfen ganz normal hängend auf der Leine getrocknet werden.
  • Nach dem Trocknen noch bügeln, gerne mit Dampf, damit die Fasern noch weicher werden.
  • Wenn das Tuch nach einigem Tragen leichte Beulen an den Stellen zeigt, wo der Popo deines Kindes sitzt, einfach noch einmal mit Dampf bügeln (auch ohne vorher zu waschen, sofern keine Flecken im Tuch sind), damit die Beule die Fasern nicht zu stark strapaziert.

 

Hanf/Leinen

  • Ebenfalls Flüssigwaschmittel nutzen das
  • keine optischen Aufheller enthältkeine Enzyme enthält

(hier eine Liste mit Waschmitteln, die diese Voraussetzungen erfüllen: Geeignete Waschmittel). Das Woll- und Feinwaschmittel der Eigenmarke von dm (Denk Mit) ist auch enzymfrei und ohne optische Aufheller

  • Man kann bei Hanf- bzw. Leinentüchern auch mal Essig mit in die Wäsche geben, da das die Tücher weicher macht. Säuren schaden allerdings Pflanzenfasern wie Leinen-, Baumwoll- und Hanffasern. Man sollte den Fasern zuliebe also nicht zu oft mit Essig waschen, da die Säure die Fasern unnötig strapaziert (Textilexperten empfehlen sogar ganz auf Essig zu verzichten. Man sollte selbst abwägen, wie wichtig einem der weich machende Effekt des Essigs ist).
  • Laut dem Tragetuchhersteller Didymos vertragen Hanf- und Leinentücher Temperaturen bis 90 Grad Celsius. Allerdings ist kälter immer schonender für die Fasern.
  • Für Hanftücher (vor allem Indios) gilt: nie mit zu hoher Umdrehungszahl schleudern. Das kann zu hässlichen Verschiebungen im Gewebe führen und kostet viel Zeit es wieder zu reparieren.
  • Hanf und Leinen darf hängend auf der Leine trocknen. Es muss nicht liegen.
  • Vor allem Hanf, aber auch Leinen vertragen keine trockene Hitze. Die Fasern trocknen dann aus und werden brüchig. Damit läuft man Gefahr, dass das Tuch an besonders beanspruchten Stellen irgendwann reißt. Am besten nimmt man das Tuch noch feucht von der Leine und bügelt es dann mit Dampf.
  • Wenn das Tuch am Anfang noch recht störrisch ist, sollte man es nach jedem zweiten oder dritten Binden noch einmal mit viel Dampf bügeln. Vor allem Hanf neigt dazu, sehr scharfe Knicke zu bilden, die sich nicht wie bei Baumwolle mit der Hand wieder wegstreichen lassen. Beim nächsten Binden sind diese Knicke dann wieder an der selben Stelle usw. Man verursacht quasi eine Sollbruchstelle. Das lässt sich durch häufiges Beseitigen der Knicke verhindern.

 

Wolle

  • Wolle sollte immer mit entsprechendem Wollwaschmittel ohne optische Aufheller und ohne Enzyme gewaschen werden. Einige empfehlen Eucalan. Dieses Waschmittel eignet sich besonders gut für die Handwäsche, da man es nicht zwingend ausspülen muss. Zu bekommen bei Amazon.
  • Wenn auf dem Waschetikett des Tuches nicht ausdrücklich Handwäsche draufsteht, steht einer Wäsche in der Maschine eigentlich nichts im Wege. Wolle/Handwäsche kalt ist bei den meisten Maschinen möglich. Wolle mag keine starken Temperaturübergänge. Man sollte sich im Zweifel immer die Gebrauchsanweisung der Waschmaschine anschauen, um auf Nummer sicher zu gehen. Wer sich nicht traut sein Tuch in die Maschine zu stecken, der ist mit einer Wäsche in der (Bade-)Wanne immer auf der sicheren Seite.
  • Wolle darf auf keinen Fall geschleudert werden. Um es trocken zu bekommen, nimmt man es vorsichtig tropfnass aus der Maschine/Wanne und wickelt es in ein oder zwei Handtücher ein. Dann drückt man es sehr vorsichtig mit den Händen trocken.
  • Wolle sollte liegend trocknen. Am besten auf dem Boden auf Handtüchern, oder auf zwei aneinander gestellten Wäscheständern. Ein Tuch der Länge 5 passt so wunderbar drauf. Natürlich ist jede Variante, bei der das Tuch liegend trocknen kann, geeignet.
  • Man kann Wolle bügeln, aber nur lauwarm. Die meisten Bügeleisen dürften eine Wollstufe haben. Wolle nie mit Dampf bügeln, das ist für die Fasern zu heiß. Sie verfilzen dann

 

Bambus

  • Bei Bambustüchern ist besonders wichtig, dass keine Enzyme im Waschmittel enthalten sind, weil Bambus durch diese großen Schaden nehmen kann.
  • Ebenfalls Flüssigwaschmittel ohne optische Aufheller oder Bleiche verwenden
  • Gewaschen werden darf Bambus bei 30 Grad
  • Auch bei diesen Tüchern gilt möglichst schonend, mit möglichst wenig Umdrehungen schleudern.
  • Darf hängend trocknen und ist an sich abgesehen vom enzymfreien Waschmittel sehr pflegeleicht.

 

Für alle Tücher gilt:

Vor dem ersten Binden waschen. Vor allem bei Indios riskiert man Verschiebungen in der Webung wenn man mal eben schnell ein ungewaschenes Tuch probebindet.

* Für die hier gesammelten Pflegetipps kann keine Gewähr übernommen werden. Falls etwas komisch oder falsch klingt, bitte selbst noch einmal recherchieren oder den entsprechenden Tipp nicht anwenden. Anwendung nach eigenem Ermessen.