Stillen

Für mich war bereits in der Schwangerschaft klar, dass ich mein Baby stillen will. Ich war trotzdem von Anfang an recht entspannt und habe sowohl dem Zufüttern im Krankenhaus, als auch den Stillhütchen zugestimmt, weil unser Sohn nach dem Kaiserschnitt und mit Gelbsucht leider zu schwach war, lange genug zu saugen und auch mein Milcheinschuss erwartungsgemäß etwas auf sich warten ließ. Also bekam er in den ersten Tagen Nährlösung und immer mal wieder einige Tropfen abgepumptes Kolostrum. Überhaupt sollte die elektrische Milchpumpe in den ersten Wochen eine gute Freundin werden.

Aber trotz, oder gerade wegen dieser Unwegsamkeiten stillen wir nach 17 Monaten immer noch erfolgreich, wovon wir knappe 8 Monate voll gestillt haben, und es ist vorerst kein Ende in Sicht. Die Stillhütchen sind uns auf unserem Weg „leider“ verloren gegangen.

Ich werde sehr bald meine Ausbildung zur Stillberaterin starten, weil ich denke, dass viel mehr Frauen gern stillen möchten, aber nicht die nötige Unterstützung finden oder – noch schlimmer – falsch beraten werden von sogenanntem Fachpersonal oder der Verwandtschaft. So gut es immer alle meinen mit den üblichen Tipps („Nein, du musst sie so anlegen“, „Zöger‘ die nächste Mahlzeit ruhig etwas heraus, so hast du länger Ruhe“, „Öfter als alle 2 Stunden darfst du nicht stillen, das macht Bauchweh, weil neue auf alte Milch trifft“,), so sehr verunsichern sie oft die frischgebackenen Mamas, die selbst nicht wissen was sie tun und auf etwas Hilfe hoffen.

Eine flüchtige Bekannte sagte irgendwann in einem Gespräch mal zu mir „Gott bewahre mich vor den Menschen, die es gut mit mir meinen“ und das ist auch oft meine Devise.

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