Familienbett

Schlafen im Familienbett über die ersten 6 Monate hinaus

Ich werde von Freunden und Verwandten ganz oft gefragt, wann das Chaoskind denn nun endlich sein eigenes Zimmer mit eigenem Bett bekommen würde, er wäre ja nun schon so groß, dass er auch allein schlafen könne. Meine Antwort lautet eigentlich immer: Dann, wenn er es von sich aus verlangt. Denn für meinen Mann und mich ist es kein Problem, dass der Kleine bei uns schläft und erst, wenn er dafür bereit ist, ist für uns der richtige Moment ihn „auszuquartieren“.

Natürlich würden mein Mann und ich besser schlafen, wenn der Kleine im eigenen Zimmer übernachten würde, aber den Gedanken, ihn aus reinem Egoismus aus unserem Schlafzimmer zu verbannen, empfinde ich persönlich als sehr gemein. Ich möchte auch nicht alleine schlafen müssen, wenn ich das eigentlich nicht will und möglicherweise auch Angst hätte allein in einem dunklen Raum.

Nun steht ja immer die Frage nach dem Sexleben im Familienbett im Raum, vor allem von Seiten der Menschen, die selbst kein Familienbett praktizieren bzw. noch keine Kinder haben. Dazu kann ich nur sagen: Es gibt ziemlich viele andere Orte in einer Wohnung oder einem Haus, an denen man ganz wunderbar Paar sein kann, dazu muss man nicht zwingend ins Ehebett gehen. Das ist reine Gewohnheit.

Noch in der Schwangerschaft gehörte ich auch zu den Mamis, die der festen Überzeugung sind, nach den ersten 6 Monaten in der Baby-Bay sollte das Kind ins eigene Zimmer ziehen. Nun ja, Meinungen ändern sich mit Kindern recht oft, wenn man dann plötzlich in der Situation ist, das zumindest ist meine Erfahrung. Gegen das Schlafen im gemeinsamen Schlafzimmer ist auch nach dem 6. Lebensmonat absolut nichts zu sagen. Die Kinder werden so schnell größer und streben prinzipiell nach Selbstständigkeit, so dass man als sich Mutter oder Vater vermutlich sehr schnell die Zeiten wieder herbei sehnt, in denen das Kind das Bedürfnis hatte im Elternbett zu schlafen. Deswegen: Genießt die Zeit, die euer Kind bei euch schläft! Sie ist sowieso viel zu schnell vorbei. Noch kein Kind hat mit beginnender Pubertät noch dieses Bedürfnis geäußert und die (Entschuldigung) dummen Sprüche der älteren Generationen sind kinderfeindlich, fehl am Platz und schlicht und ergreifend nicht wahr. Jedes Kind zieht irgendwann aus dem gemeinsamen Bett aus. Ich kenne tatsächlich Familien, wo die Mutter regelmäßig sagt: „Ach, es ist so schön, wenn der Kleine bei uns schläft, aber wir können das ja nicht so oft machen, sonst will er nicht mehr ins eigene Bett und dann kriegen wir ihn nicht mehr aus unserem raus“. Wenn ich solche Aussagen höre, bin ich immer ganz traurig, da sie ausdrückt, wie gerne diese Mutter ihr Kind im Elternbett hätte, dass unpassende Vorurteile ihr diese tolle und wertvolle Zeit mit ihrem Kind aber verderben.

Anders ist es natürlich, wenn man durch das Familienbett wirklich nicht mehr schläft und möglicherweise sogar Schlafstörungen entwickelt. Dann sollte man natürlich immer versuchen eine Lösung zu finden, die die Bedürfnisse aller bestmöglich befriedigt.

Auch im Bezug auf das Thema Familienbett und plötzlichem Kindstod gibt es leider viele viele falsche Informationen, die teils sogar von Ärzten und Hebammen weitergegeben werden und junge Eltern soweit verunsichern, dass sie, obwohl sie es vielleicht gern anders machen würden, aus Angst auf das Familienbett verzichten. Daher habe ich hier noch einmal einige wichtige und hilfreiche Informationen zum plötzlichen Kindstod und seinem Auftreten zusammengetragen.

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