Ich bin noch da!

Meine Lieben,

Es gab lange kein Lebenszeichen hier. Das liegt daran, dass ich in den letzten Monaten viel um die Ohren hatte. Es hat sich einiges verändert in meinem Leben. Irgendwie ist es chaotischer geworden. Ich studiere wieder und versuche unser Familienleben um das Studium herum zu organisieren. Bis jetzt wird der Kleine noch nicht fremdbetreut und ich nehme ich mit zur Uni, wenn nicht gerade Großeltern oder der Papa auf ihn aufpassen können. Das ist ziemlich anstrengend und auch oft unbefriedigend. Ich kann den Diskussionen und Gedankengängen in den Seminaren kaum folgen, wenn ich den Wirbelwind auf dem Schoß habe. Da mir dieses Studium aber sehr wichtig ist und ich mit provisorischen Lösungen wie Ad hoc Betreuung oder eben Baby dabei absolut unglücklich bin, haben wir uns dazu entschlossen, ihn ab Februar in der Krippe, in der auch der Große schon sehr gut betreut wurde, mit knapp 16 Monaten einzugewöhnen. Diesmal starte ich ohne schlechtes Gewissen in die Eingewöhnungszeit, weil ich weiß, er kommt dort in gute Hände und es ist der beste Weg für uns als Familie. Ich bin mehr als nur Mami und möchte das auch leben können. Das ist unser Weg.

Über viele weitere Dinge habe ich mir in den letzten Monaten Gedanken gemacht. Vor allem die Beziehung zu meinem Großen hat mich immer wieder beschäftigt, da sie sich seit der Geburt des kleinen Bruders so sehr verändert hat. Nicht nur äußerlich sichtbar, sondern auch in mir drin. Diese Veränderung macht mich oft traurig, denn wir hatten eine wirklich enge Bindung und jetzt habe ich oft das Gefühl, ich verstehe mein Kind in vielen Situationen überhaupt nicht mehr und ringe um Verständnis für sein Verhalten. Oder auch für meins. Vielleicht gehört das aber auch einfach dazu, wenn die Kinder älter und verständiger werden. Keine Ahnung. Ich denke, darüber werde ich euch in absehbarer Zeit ein wenig erzählen.

Was ich euch aber mit diesem Post eigentlich sagen will: ich bin noch hier. Der Blog ist nicht tot. Ich habe mich nur dagegen entschieden, beim Wettlauf um die fleißigste Bloggerin mitzumachen, weil mich das zu sehr gestresst hat und ich auch gar nicht die Absicht habe, an diese Leidenschaft einen Leistungsgedanken zu knüpfen. Ich blogge gerne, aber zu meinen eigenen Bedingungen. Ohne den Zwang einmal am Tag/in der Woche/im Monat abliefern zu müssen. Das hatte ich in einem meiner letzten Postings schon geschrieben und daran hat sich nichts geändert.

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