Alltag erleichtern – mit dem Wochenspeiseplan

Unser chaotischer Alltag: ohne Essensplan noch chaotischer

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich hasse es, mir jeden Tag aufs Neue den Kopf zu zermartern, was ich kochen soll. Das führte lange dazu, dass ich es ständig vor mir hergeschoben habe, unsere Mittagessen zu planen und ich bin dann auf den letzten Drücker am selben Tag einkaufen gegangen und habe mir im Supermarkt überlegt, worauf ich Hunger habe. Das war eine ganz ganz schlechte Idee und diese Art der Einkaufs- und Kochplanung hat mich unter einen riesengroßen Stress gesetzt. Oft endete es auch einfach darin, dass ich dann mittags gar nichts gegessen habe und abends etwas bestellt habe. Oder ich habe zwar gekocht, durch die täglichen kleinen Einkäufe aber Unmengen an Geld ausgegeben. Daran wollte ich etwas ändern, da der fehlende Plan das Chaos in unserem Alltag um ein vielfaches potenzierte.

Die Lösung

Ich habe deshalb im Zuge meines Haushaltsplans, den ich vor einiger Zeit für unsere Familie erstellt habe (hier habe ich darüber geschrieben) auch angefangen, einen Wochenspeiseplan zu machen. Seit einiger Zeit schreibe ich mir nun jede Woche, meist freitags, einen Speiseplan und kaufe dann danach ein. So muss ich unter der Woche eigentlich gar nicht mehr einkaufen gehen und zusätzlich spart es auch noch Geld. Ich komme bei einem Einkauf zwischen 50 und 70€ raus, je nachdem, was alles auf meiner Liste steht. Wenn ich ganz halsbrecherisch drauf bin, nehme ich das Baby zum Einkauf mit und erledige ihn, wenn der Große in der Kita ist. Meist regeln wir es aber so, dass mein Mann am Einkaufstag früher als sonst nach Hause kommt, die Kinder übernimmt und ich allein losziehe.

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Wie das praktisch aussieht

Kochen muss bei mir schnell gehen. Mit Baby im Haushalt hat man tagsüber bekanntlich nicht viel Zeit für ausschweifende Kochkunst. Ich habe mir aus verschiedenen Kochbüchern und von Chefkoch also erst mal ein paar Wochen lang immer wieder Rezepte herausgesucht, die schnell gehen. Diese habe ich mir auf einer Liste vermerkt und dann, als es genug Rezepte waren, immer wiederkehrend die Gerichte genommen, auf die ich für die Woche gerade Lust hatte und die sich als gut umsetzbar für mich herausgestellt haben.

(Hinweis: Rezepte sind nicht auf den Tag festgelegt. Die Rezepte, für die man die am schnellsten verderblichen Lebensmittel braucht, stelle ich immer an den Anfang meines Speiseplans)

Meine Rezept-Favoriten:

Wir leben nicht vegan, aber weitestgehend vegetarisch. Trotzdem gibt es auch immer mal wieder Fleisch. Da ich so selten welches kaufe, kann ich uns auch das teure Fleisch in Bio-Qualität gönnen. Diese Rezepte koche ich aktuell besonders gerne, hole mir aber immer wieder neue Ideen bei Chefkoch oder in Kochbüchern, wenn mir das ein oder andere zum Hals raushängt.

  • Daal aus roten Linsen mit Basmatireis (aus dem Breifrei Kochbuch) – mein derzeitiger Favorit-Favorit. Geht super schnell, ist vegan und schmeckt sooo lecker! Außerdem auch super Baby-geeignet.
  • Süßkartoffelpommes mit Gemüsebeilage nach Wahl oder Hackbällchen
  • Pfannkuchen mit Gemüsefüllung (mein Favorit: Auberginenfüllung mit Auberginen aus dem Ofen)
  • Ratatouille mit Aubergine, Zucchini, Paprika und Kartoffeln
  • Gnocchi mit Feta, Zucchini und Tomaten
  • Selbstgemachte Maultaschen aus fertigem Nudelteig (gibt’s zu kaufen) gefüllt mit Spinat
  • Zucchini-Hackfleisch-Pfanne
  • Kartoffeln mit Kräuterquark
  • Zucchini-Linsen-Suppe mit Kokosmilch und Curry
  • Tortellini mit Gorgonzola-Spinat-Sauce
  • Spinat, Kartoffeln und Spiegelei
  • Nudeln mit Tomaten-Sahne-Sauce und Erbsen
  • Grießbrei mit Obst (wenn es wirklich richtig schnell gehen muss)
  • Bauerntopf mit Kartoffeln, Paprika und Hackfleisch (oder wahlweise auch Tofu)
  • Kartoffeln mit Eiern in Senfsoße
  • Kartoffel-Brokkoli-Auflauf
  • Polentascheiben mit gebratenem Gemüse
  • klassische Linsensuppe nach Mama (Tellerlinsen, Kartoffeln, Suppengemüse)

Empfehlung von Einkaufslisten-Apps

Mein Mann und ich organisieren (u.a.) unsere Einkaufsliste über die Wunderlist-App. Man kann sie gemeinsam nutzen, sie synchronisiert sofort und jeder Listenteilnehmer ist up to date. Wann immer mir etwas einfällt, was wir brauchen oder wenn mir etwas ausgeht, schreibe ich es sofort in die App. Ich nutze sie dann auch als Einkaufsliste während des Einkaufs, weil ich Dinge, die ich bereits im Wagen habe abhaken kann. So muss ich nicht mit Zettel und Stift hantieren, sondern habe nur das Handy in der Hand.

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Screenshot von meinem Einkaufzettel in der Wunderlist-App

Natürlich gibt noch viele andere hilfreiche Apps fürs Handy, mit denen man seinen Einkauf erleichtern kann. Ich fand zum Beispiel Bring! noch ganz gut. Man kann freilich auch ganz einfach Zettel und Stift nehmen :-). Wichtig ist nur, dass am Ende alles wichtige draufsteht, damit man eben wirklich nur einmal einkaufen geht und nicht mehrmals in der Woche im Laden steht.

Mir erleichtert es den Alltag, wenn ich weiß, zumindest mein Mittagessen ist gesichert und ich muss nicht mit einem oder – noch schlimmer – zwei Kindern einkaufen gehen. Das nimmt einfach so viel Stress von mir, dass ich es schaffe, die Disziplin aufzubringen mir diesen Wochenplan zu schreiben.

Probiert es aus und erzählt mir, ob es euch auch eine solche Erleichterung im Alltagschaos ist.

Unterschrift für Blog

4 thoughts on “Alltag erleichtern – mit dem Wochenspeiseplan

  1. ♥ Könnte bei uns sein! Find ich auch super hilfreich so ein Speiseplan/Einkaufsliste. Wir kaufen allerdings, wenn wir Fleisch essen (was auch eher selten geworden ist), dann ganz frisch für den gleichen Tag beim Metzger unseres Vertrauens. Dann müssen wir nix einfrieren/auftauen o.ä. Und wir nehmen Zettel und Stift 😉 Liebe Grüße, Maria

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  2. Wir arbeiten auch mit Wochenplan. Ohne den würde es bei uns 6en ziemlich chaotisch aussehen. 😀 Aber unsere Tage variieren oft. Wir schreiben also meist 7 Gerichte auf, die sind aber nicht fix auf Tage festgelegt.
    Und ohne Einkaufszettel würde ich wohl gänzlich scheitern (oder wahlweise verarmen). Was aber immer ohne Einkaufszettel im Wagen landet, sind Obst und Gemüse.

    Liebe Grüße

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    1. Genauso mache ich es auch. 7 Gerichte, die ich dann nach Belieben über die Woche verteile. Obst und Gemüse stehen bei mir auch auf dem Zettel, aber tatsächlich nur als Gedankenstütze „Obst“ und „Gemüse“ 😀.
      Schön zu hören, dass noch mehr Familien einen Wochenplan nutzen 😊

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