Einer dieser „Lasst mich doch alle in Ruhe“-Tage…

Ich bin Mama von zwei wundervollen Kindern….. ja, blabla… heute ist wieder einer dieser Tage, die ich gern aus dem Kalender streichen würde. Es lief so ziemlich alles anders als geplant, es ist viel zu heiß und ich bin total entnervt.

Eigentlich fing der Tag gut an. Mein Mann musste heute nicht schon um 7 Uhr aus dem Haus und hatte angeboten den Großen zur Kita zu bringen. Ich war also ganz entspannt mit dem Kleinen zuhause und machte mich gerade fertig, um in der Innenstadt einige Erledigungen zu machen… als mein Mann samt weinendem Chaoskind in der Badezimmertür stand. Und bis kurz vor diesem Moment würde ich jetzt gerne einfach wieder zurück spulen. Der Tag hätte so gechillt werden können *seufz*.

Ein Vater, der gerade aus der Kita heraus kam, hatte dem armen Chaoskind die Kante der Eingangstür gegen den Fuß gehauen und weil wir Rabeneltern sind, hatte das Kind natürlich keine Schuhe an. Er wollte gern barfuß laufen bei dem Wetter. Ich sah nichts, das dagegen spricht… Jetzt weiß ich es besser. Dementsprechend war sein großer Zeh blutig, es war viel Haut ab und es tat ihm sehr weh. Da er nicht genau sagen konnte, ob er den Zeh nun richtig bewegen kann (Dreijährige können das ja mitunter noch nicht so genau benennen), habe ich uns telefonisch beim Kinderarzt angekündigt – der zum Glück immer super flexibel mit solchen unangekündigten Notfällen umgeht – und wir sind mit Sack und Pack in die Praxis. Das Chaoskind hat dabei natürlich ununterbrochen gewimmert. Ich weiß, er hatte sich weh getan und er tat mir auch wirklich leid, aber dieses anhaltende und dann teils auch schon sehr absichtliche Gewimmer macht mich wirklich aggressiv… Mein Mann und bester Papa der Welt sagte seinen vormittäglichen Termin ab und kam mit uns. Mit zwei Kindern, die beide nur auf dem Arm oder in der Trage transportiert werden wollen, wäre es für mich allein auch eher schwierig geworden.

Wir also beim Arzt bestätigen lassen, dass nichts gebrochen ist und Verband drum um den Fuß. Kind sieht aus, als wäre es im Krieg gewesen. Ich persönlich hätte ja nur ein Pflaster drum gemacht, aber so geht er wenigstens nicht dran und reißt es ab.

Dann sind wir wieder nach Hause und der Mann musste endlich mal zur Arbeit. Ich also mit zwei Kindern, die beide SOFORT zu Mama auf den Arm wollten allein zuhause. Danke für die vielen Arme für zwei Kinder, liebe Natur! Wer hat sich das mit den 2 Armen und mehreren Kindern eigentlich ausgedacht?!?! Das Großkind bekam dann ganz Harry Potter-like erst mal Schokolade gegen den großen Schreck (zugegeben, ein wenig spät dafür) und das Babykind die Brust. In diesem Momenten, wenn zwei Kinder gleichzeitig brüllen und ich nicht weiß, wem ich mich zuerst zuwenden soll, ist es einfach so unfassbar anstrengend zweifach-Mama zu sein. Da überkommt mich ganz oft das Bedürfnis einfach zur Tür raus zu rennen und mich irgendwo zu vergraben.

So, zwischenzeitlich hatten wir natürlich alle schon ziemlich Hunger, denn unser Ausflug hatte eine Weile gedauert. Also, kochen mit drei Menschen, die alle einen alarmierend niedrigen Blutzuckerspiegel haben… das war vielleicht ein Spaß. Wir sind am Ende alle satt geworden, immerhin das, aber das war auch alles.

Gott, in solchen Situationen gehen alle Vorsätze für entspannte Elternschaft einfach über Bord, ohne Ankündigung. Da mutiert man kurzzeitig zur fies motzenden Vogelscheuche. Ich schrie, das Baby lag am Boden und weinte und der Große schrie mich an, ich solle nicht schreien. Rosaroter Familienalltag und so…

Warum ich das überhaupt alles schreibe? So schlimm klingt es eigentlich gar nicht, oder? Ich merke in solchen Momenten immer wieder, wie schnell man als Mama (oder Papa) aus der Balance kommt, wenn das Stresslevel einfach zu hoch steigt. Da muss nicht mal etwas weltbewegendes passieren, da reicht es schon mit zwei nörgeligen Kindern in der viel zu heißen Bude verbarrikadiert zu sein (weil unaushaltbar draußen) und Mittagessen machen zu müssen.

Habt ihr die ultimativen Tipps im Alltagsstress nicht immer wieder so aus dem Tritt zu kommen? Immer her damit 😉

Unterschrift für Blog

One thought on “Einer dieser „Lasst mich doch alle in Ruhe“-Tage…

  1. Hey!

    Ich fühle mit dir, bei mir lief der Sonntag so. Ich hätte einfach nur meine Ruhe gewollt…

    Und genau deshalb, weil viele Blogs es so aussehen lassen, als wäre man eine wandelnde Zen-Mutter und alles andere einfach nur inkompetent, liebe ich solche Beiträge.

    Es ist überall das gleiche und man muss kein schlechtes Gewissen haben. Man ist halt Mensch, nicht Maschine.

    Fühl dich gedrückt. Morgen ist ein neuer Tag.

    Alles Liebe,
    Karin

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