Langzeitstillen unter Fremden

Einen Tag vor Silvester waren wir mit den Großeltern im Schwimmbad. Etwas Quality Time für die Familie und besonderer Spaß für den Jungen.

Wir stillen noch viel. Vor allem nachts, aber auch tagsüber. Der Kinderarzt sagt mir bei jedem Besuch, es wäre ja langsam Zeit abzustillen. So langes Stillen habe ja keine Vorteile mehr fürs Kind. Zum Glück weiß ich durch ausgiebige Recherche und mütterlichen Instinkt mehr als er. Auch Freunde und Verwandte fragen immer öfter wie lange ich denn nun noch stillen wolle. „So lange der Kleine es noch braucht“ ist normalerweise meine Antwort.

Im Schwimmbad allerdings fragte niemand. Dort gab es nur Blicke. Jugendlich interessierte (allerdings eher an der vermeintlich nackten Brust). Entsetzte. Berschämte. Ungläubige. Vorwurfsvolle. Diesen Menschen kann ich meine Erklärung für das lange Stillen nicht mit Worten mitteilen. Das muss ich allerdings auch nicht. Es geht nur mein Kind und mich etwas an, wo, wie lange und warum wir stillen. Niemandem sind wir eine Erklärung schuldig, denn es ist nicht unsere Schuld, dass der natürliche Sinn der weiblichen Brust uns in der heutigen Zeit so entfremdet wurde.

Wenn ich dann während des Stillens in die leuchtenden Augen meines Sohnes schaue, wenn ich sehe, wie er mich während des Nuckelns angrinst, weiß ich, dass ich alles absolut richtig mache. Er sagt mir mit seinem Blick „Mama, ich danke dir dafür, dass du mir genau das gibst, was ich brauche. Ich hab dich lieb“.

Stillen, auch Langzeitstillen, ist nichts unnatürliches!

Eure Denise ❤️

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