Achtsamkeit im Alltag

Vor einiger Zeit habe ich einen Satz gelesen, der auf so ziemlich allen sozialen Medien die Runde gemacht hat und der mich nach wie vor sehr berührt:

DEIN ALLTAG IST SEINE KINDHEIT.

Diese Aussage hat mich schon nach dem ersten Lesen sehr zum Nachdenken gebracht, denn es ist so viel Wahrheit in diesen fünf Worten.

Letztens habe ich mich dann mit jemandem über die Bedeutung dieser Worte unterhalten und derjenige sagte zu mir: „Ich bin doch aber kein 24/7-Bespaßungskommitee für mein Kind. Es muss auch mal in der Lage sein, sich allein zu beschäftigen.“

Ist das so? Sind wir wirklich nicht dafür zuständig, unseren Kindern einen schönen, besonderen Alltag zu bescheren? Wie bei fast allen Fragen, die Kinder betreffen, gibt es auch hier keine einzig richtige Antwort.

Ich bin schon der Meinung, dass wir als Eltern die Pflicht haben dafür zu sorgen, dass unsere Kinder eine Kindheit haben, an die sie gern zurückdenken. Natürlich muss man nicht aus jedem Tag ein Spektakel machen, aber die Kinder sollten auch nicht nur nebenher laufen müssen.

Für unseren Sohn wünsche ich mir, dass er nicht so viel von unserem Alltagsstress mitbekommt. Dass wir es schaffen, seinen Kinderalltag zu etwas Besonderem zu machen, so oft es geht. Er soll nie das Gefühl haben, dass er nur neben unserem eigentlichen Leben hergelebt hat.

Ihm einen schönen Alltag zu ermöglichen, hat auch sehr viel mit Achtsamkeit im täglichen Leben zu tun. Lege ich das Handy tagsüber möglichst oft beiseite, um mich voll auf ihn zu konzentrieren? Plane ich unsere Tage kindgerecht, also mit genügend Pufferzeiten zwischen Terminen und mit Rücksicht auf Mittagsschlaf? Vereinbare ich generell nicht zu viele Termine für ihn und mich, damit wir bewußt Zeit miteinander verbringen können? Nehme ich mir auch selbst Auszeiten, um in den Momenten, die ich mit ihm verbringe, ganz für ihn da zu sein und Stress von der Arbeit oder aus der Beziehung nicht auf ihn zu übertragen?

Wir Eltern sind dafür zuständig, die Bedürfnisse unserer Kinder, unsere eigenen Bedürfnisse und unseren Alltag miteinander zu vereinbaren. Unsere Kinder sind in dieser Hinsicht völlig von uns abhängig, vor allem, wenn sie noch sehr klein sind, da wir Ihren Tahesablauf zu 100% bestimmen. Es liegt an uns, dass unser gemeinsamer Alltag ihre lebenswerte Kindheit sein kann.

Eure Denise 

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