Beruf, Kinder und Haushalt unter einen Hut bringen

Seit ich wieder berufstätig bin, hat sich meine freie Zeit logischerweise minimiert. Ich  hole um 14:00h das Chaoskind ausgeschlafen und putzmunter aus der Kita ab und dann beginnen normalerweise die Bespaßungsaktionen bis Papa zwischen 18:00 und 19:00h nach Hause kommt. Wann bleibt denn da noch Zeit für den Haushalt?

Zu allererst muss ich sagen, dass ich den Spruch „Dein Kind erinnert sich nicht daran, wie sauber es zuhause war, sondern nur daran, wie viel Spaß es mit dir hatte“ sehr wörtlich nehme. Versteht mich nicht falsch, ich lege Wert auf eine saubere Wohnung und fühle mich unwohl, wenn ich mal 3 Tage lang nicht gesaugt habe, aber ich sehe es auch nicht ein, mich wegen ein paar Staubflocken total verrückt zu machen. Kein Mensch braucht eine klinisch reine Wohnung und erst recht kein Kind.

Normalerweise löse ich das Haushaltsproblem folgendermaßen: mit einer guten Arbeitsteilung zwischen meinem Mann und mir, einer recht effektiven Zeiteinteilung unter der Woche und einem regelmäßigen Putztag am Wochenende. Ich sehe absolut keine Notwendigkeit, die Aufgaben im Haushalt alle auf meine Kappe zu nehmen und habe zum Glück auch einen Ehemann, der zuhause mit anpackt. Zwar nicht immer unaufgefordert, aber wenn ich ihm sage, wo es gerade fehlt, ist er sich nicht zu männlich zu helfen. Also putzen wir am Wochenende normalerweise einmal komplett durch und machen das Badezimmer, dabei fällt das Saugen in seinen Aufgabenbereich, das Bad in meinen. Aufwischen teilen wir uns und Fenster mache ich, wobei wir die nicht wirklich oft putzen. Ich habe gerade den Fensterreiniger von Kärcher bestellt, mal sehen, ob es damit mehr Spaß macht.

Unter der Woche sorge ich dann für das nötigste, damit ich mich in unseren 4 Wänden wohlfühle. Sprich, ich sauge wo es nötig ist, ich halte die Küche sauber, ich mache die Wäsche und räume immer und immer wieder Unmengen von Kinderspielzeug auf. Mittlerweile klappt das auch ganz gut, wenn das Chaoskind wach ist. Entweder hilft er mir dann beim saugen, oder beschäftigt sich allein. Hat er mal keine Geduld mehr, unterbreche ich die Hausarbeit eben und mache zu einem späteren Zeitpunkt weiter.

Was ich bei uns herausgefunden habe, ist, dass ich dem Kleinen nicht lange ankündigen darf, dass ich meine Aufmerksamkeit nun gleich auf etwas anderes lenke, sondern dass ich einfach loslegen muss. Meist akzeptiert er es ohne Probleme, wenn ich ihn eine Zeit lang allein spielen lasse. Ich habe schon von vielen Freundinnen gehört, dass sie absolut nichts machen können, wenn das Kind wach ist, das war bei uns auch eine Zeit lang so, bis ich einfach für mich beschlossen hatte, dass ich diese Aufgaben erledigen würde. Diesen Entschluss habe ich scheinbar auch ausgestrahlt, denn ab diesem Zeitpunkt war es kein Problem mehr.

Was sind also die Punkte für einen erfolgreichen Haushaltsplan zusammengefasst?

  • Faire Arbeitsteilung zwischen den Partnern
  • Jeden Tag das wichtigste machen, ohne gleich einen Großputz daraus zu machen
  • Entweder abends oder am Wochenende die größeren Putzangelegenheiten erledigen
  • Für sich beschließen, dass es ok ist, sich für eine gewisse Zeit am Tag mal nicht mit dem Kind zu beschäftigen
  • Nicht die Erwartung haben, dass man jeden Tag ein/e blitzsaubere/s Wohnung/Haus hat

Kommt hier unangekündigt Besuch, muss er damit leben, dass es ein bisschen unaufgeräumt ist. Wen es stört, der muss eben den Staubsauger schwingen ;-).

Eure Denise ❤

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