Meine persönliche Suche nach dem Glück

Ich merke, wie diese Webseite immer mehr Tagebuch-Charakter annimmt :-). Ich erzähle euch einfach von allem, was mich im Alltag beschäftigt. Natürlich immer in der Hoffnung, dass es für euch interessant ist.

Aktuell denke ich sehr oft über mich selbst nach und stelle mir immer wieder die Frage, ob ich mit meinem Leben so wie es ist glücklich bin. Meist lautet die Antwort „Jein“.

Ich bin überglücklich Mama eines so wunderbaren, fröhlichen kleinen Jungen zu sein und auch mit meinem Mann verstehe ich mich die meiste Zeit wirklich prima, aber ich habe trotzdem schon länger das Gefühl, dass mir etwas fehlt zu meinem Glück. Eine Aufgabe, etwas, in das ich meine Energie stecken kann. Versteht mich nicht falsch, natürlich stecke ich meine Energie auch in die Betreuung und Begleitung meines Kindes, aber zu 100% und restlos erfüllend ist das für mich einfach nicht. So kam auch die Idee zu dieser Webseite zustande. Ich wollte gerne etwas nützliches, produktives machen, etwas, worauf ich neben meiner Rolle als Mama noch stolz sein kann.

Durch die Lektüre von Jesper Juuls „Die kompetente Familie“ habe ich angefangen mich und mein Verhalten zu reflektieren. Das Buch regt auf ganz wunderbare Weise genau dazu an. Es ist kein Buch nur über Kindererziehung, es setzt schon vorher an. Es hält dazu an, das eigene Verhalten und die eigene Erziehung mit dazugehörigen Wertvorstellungen zu überdenken (Für solche Reflexionen bin ich durch meine latente Unzufriedenheit gerade ziemlich empfänglich). Ich habe also begonnen mich meinem kleinen Jungen gegenüber konsequent respektvoll zu verhalten und ihn anzusehen wie einen gleichwürdigen (diesen Begriff habe ich von Juul übernommen) Menschen. Ich nutze in der Kommunikation mit ihm hauptsächlich Ich-Botschaften und versuche ihm keine Verbote auszusprechen, sondern ihm vielmehr zu erklären, warum etwas, was er tut, meine persönliche Grenze überschreitet und ich deswegen nicht möchte, dass er es tut. Und was soll ich sagen? Natürlich funktioniert es… und es hat mich glücklich gemacht zu sehen, dass alle, die mir ständig sagen „Du musst ihm Grenzen setzen“, „Er muss xyz lernen“, „Du erreichst nur etwas bei ihm, wenn er die Konsequenzen für sein Handeln auch zu spüren bekommt“ einfach im Unrecht sind. Dass es eben doch eine Tatsache ist, dass Kinder prinzipiell kooperieren wollen.

Dadurch habe ich begonnen zu überlegen, was ich noch alles anders machen wollen würde in meinem Leben und bin auf erschreckend viele Dinge gekommen… plötzlich war eine Seite in meinem Notizbuch vollgeschrieben. Einfach so im Handumdrehen. Einige Ziele sind zum Beispiel:

  • Eine bessere Gefährtin für meinen Partner sein
  • einen körperlichen Ausgleich finden
  • veganer leben
  • dem kleinen Chaoskind noch mehr Aufmerksamkeit schenken, wenn ich ihn aus der Kita abhole und ihn viel mehr machen lassen bzw. noch mehr auf seine Bedürfnisse eingehen
  • weniger unnötiges Geld ausgeben
  • weniger (Plastik-) Müll produzieren
  • geduldiger und entspannter sein

Wenn ich mir die Liste jetzt so anschaue, sind das ganz schön viele gute Vorsätze, die alle gar nicht so einfach im Alltag umzusetzen sind. Daher werde ich für mich versuchen eins nach dem anderen zu realisieren und in meine alltäglichen Verhaltensweisen einzubauen. Dazu muss ich einige der Vorsätze allerdings noch weiter herunter brechen, denn auch bei einer solch privaten Aufgabe gilt das SMART-Prinzip. Die Aufgabe muss

S – spezifisch

M – messbar

A – akzeptiert

R – realistisch und

T – terminiert sein.

Dieses Herunterbrechen und umsetzbar machen ist also der nächste Schritt in meinem Glücksprojekt. Ich werde auf dem Blog hier berichten, wie es läuft und was ich für Fortschritte mache.

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